Neuigkeiten

18.10.2010

Eine Investition in die Zukunft

Warum nachhaltige Entwicklungshilfe die Unterstützung von Bildung sein sollte. Ein Betrachtung von Anna Fichtmüller

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19.09.2010

Direktor Tukinde in Deutschland

Der Headmaster der Itamba Secondary School mit seiner Ehefrau zu Gast bei uns.

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27.12.2008

Interview mit Headmaster Mr. Tukinde und Lehrer Mahali

Mr. Tukinde im Interview über Itamba und den Itamba-Verein...

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Eine Investition in die Zukunft

18.10.2010

Was ist nachhaltige Entwicklungshilfe?

Anna Fichtmüller war Volontärin in Itamba
Anna Fichtmüller war Volontärin in Itamba

Vor zehn Jahren hat die Weltgemeinschaft beschlossen, die Probleme der ärmsten Länder der Welt bis 2015 entscheidend zu reduzieren – durch die Milleniumsentwicklungsziele. Im September 2010 trafen sich die Staats- und Regierungschefs, um eine Bilanz zu ziehen. Diese ist enttäuschend. Zwar bekräftigen alle, dass etwas getan werden müsse, zu konkreten Zusagen sind besonders die OECD-Länder jedoch nicht bereit.
Und bis heute haben es die Entwicklungsziele nicht geschafft, für mehr Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen. Bis heute herrschen Strukturen die die armen Länder kontinuierlich marginalisieren.

Welche Chancen haben diese Länder, eine gleichberechtigte Position anzustreben, wenn seitens des Westens, den Leuten am längeren Hebel, überhaupt kein Interesse besteht?
Hilfe zur Selbsthilfe! Das heißt, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, mit dem Ziel, dass diese Länder irgendwann nicht mehr von den Geldern ihrer Geber abhängig sind. Dadurch gewönnen sie auch entscheidend an Spielraum. Sind die ärmsten Länder irgendwann in der Lage, sich selbst zu helfen, werden sie weniger von ihren Geldgebern und dem von ihnen oktroyierten Agenda Setting abhängig sein.  

Nahrung

 


Doch wie kann man am Besten Hilfe zur Selbsthilfe leisten? Eine Investition, die immer eine Nachhaltigkeit haben wird, ist dabei die Investition in Bildung. Bildung ermöglicht es denjenigen, die sie erhalten, ihren Lebensstandard zu heben. Sie kommt direkt bei den Ärmsten an, die sie auch benötigen. In diesem Sinne hat sich vor 15 Jahren der Itamba Verein gegründet, der genau an diesem Punkt seinen Beitrag leisten möchte, die Ungerechtigkeiten in der Welt ein klein wenig zu verringern. Ehemalige VolontärInnen des Berliner Missionswerkes haben den Itamba e.V. ins Leben gerufen, um in einer ruralen Gegend Tanzanias, der Uwanji, begabten Schülern und vor allem Schülerinnen das Schulgeld an der weiterführenden, kostenpflichtigen Itamba Secondary School zu finanzieren und ihnen das Abitur zu ermöglichen. Diese Schüler, oft Waisen oder Halbwaisen, hätten sonst nie die Gelegenheit haben können, weiterhin die Schule zu besuchen.
Anna in ItambaIm Jahr 2006/2007 war ich Volontärin an der Itamba Secondary School. Ich habe die Existenzängste einiger Schüler direkt erlebt, die sich hilfesuchend an mich wendeten, weil sie selbst ihr Schulgeld nicht mehr bezahlen können. Wie verhält man sich als Freiwillige? Selbst mit einem (für deutsche Verhältnisse) relativ geringem Gehalt ausgestattet, wird man in dem Entwicklungsland doch als reiche Weiße wahrgenommen. Wem hilft man, wem nicht? Sollte man keinem helfen, weil man nicht allen helfen kann? Wer von ihnen verdient diese Hilfe wirklich und wer versucht nur die Gelegenheit zu nutzen, von der mzungu („Weiße/r“ auf Kiswahili) zu profitieren? In diesem Jahr habe ich so oft Schülern die Hilfe verweigert, weil ich nicht konnte oder nicht wollte, aber nie habe ich das mit einem besonders schönen Gefühl getan. Aus diesem Grund war es mir so wichtig, mich nach meiner Rückkehr im Itamba e.V. zu engagieren. Weil ich die Probleme vor Ort miterlebt habe. Um die Ungerechtigkeiten der Welt durch einen nachhaltigen Ansatz zu bekämpfen. Aber auch, damit mein Engagement unabhängig bleibt von meinem Status als Weiße und unabhängig von den Freundschaften, die ich vor Ort geschlossen habe.

Und ich engagiere mich im Itamba e.V., um doch das Gefühl zu haben, helfen zu können. Wollen Sie auch helfen? 

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